Familientherapie

Was ist Familientherapie?

Familientherapie ist eine Form der Psychotherapie. Die Therapeutin oder der Therapeut arbeitet vorrangig mit der ganzen Familie und nicht nur mit Einzelpersonen. Die Gespräche finden in bestimmten Abständen statt, die oft etwas länger sind als bei anderen Therapieformen. So kann es sein, dass die Familie nur alle zwei bis drei Wochen zum Gespräch eingeladen wird.

mutter-kindIn der Familientherapie ist der Grundgedanke, dass es sehr wichtig sein kann, bei auftretenden Problemen mit allen Beteiligten zu sprechen. Jeder ist in irgendeiner Art und Weise davon betroffen und jeder kann auch etwas zur Lösung beitragen. Oft zeigen sich Symptome bei den „schwächsten“ Familienmitgliedern, also unseren Kindern. So teilen sie uns mit, dass irgendetwas im System nicht in Ordnung ist. Aber auch andere Personen können als „Seismographen“ wirksam sein.

Familientherapie wird auch als systemische Therapie bezeichnet, da Personen immer im Zusammenhang ihrer Beziehungen zueinander gesehen werden (System Familie). Selbst die Betrachtung der Beziehungen zur erweiterten Familie (z.B. Oma, Opa, Uroma, Uropa, Tante, Onkel) und zum Umfeld (z.B. Freunde, Lehrer) kann bei der Lösung von Problemen sehr wichtig sein (Beispiel).

Für wen ist Familientherapie geeignet?

elternNatürlich für Familien mit unterschiedlichsten Problemen, auch wenn es psychische Auffälligkeiten (z.B. Depressionen, Magersucht, Psychosen, Sucht, aggressives Verhalten, ADHS) bei einzelnen Familienmitgliedern gibt. Aber auch Paar- und Einzeltherapien sind möglich. Schließlich hat jeder Mensch Familie und ist irgendwie durch diese geprägt. Unsere Beziehungen zu anderen Menschen, wie wir miteinander reden und natürlich auch auftretende Konflikte werden dadurch sicherlich beeinflusst.